Aktuelle Pressetexte: Gemeinde Schorndorf

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Um- und Neugestaltung Friedhofsteil Nord alt

Autor: Gemeinde Schorndorf
Artikel vom 11.02.2019

Nun endgültig voranbringen will der Schorndorfer Gemeinderat die Um- und Neugestaltung des nördlichen Teils im alten Schorndorfer Friedhofsbereich. Dabei soll auch der verstärkten Nachfrage nach Urnengräbern entsprechend Rechnung getragen werden.  

Den Beschluss dafür hatte das Ratsgremium bereits im Herbst 2017 getroffen und in den Haushalt 2018 geschätzte Mittel von einhunderttausend Euro eingestellt. Auch ein erster Gestaltungsentwurf vom Ingenieurbüro Brandl & Preischl wurde dabei bereits diskutiert. Nun traf sich der Gemeinderat mit Steinmetz Norbert Hofinger aus Roding-Oberkreith, um neue Bewegung in die Angelegenheit zu bringen. Ebenfalls eingefunden hatten sich Pfarrer Martin Schöpf sowie Kirchenpfleger Thomas Hruby. Zunächst wurde gemeinsam direkt im Friedhof eine Ortseinsicht vorgenommen.  

1. Bürgermeister Max Schmaderer verwies zunächst auf generelle Problematiken. So zeigt sich in diesem nördlichen Teil des alten Friedhofs eine beträchtliche Staunässe, auch aufgrund der Geländesituierung. Entsprechend würden sich in diesem Bereich Urnengräber anbieten, die nur eine Tiefe von etwa 80 Zentimetern erfordern und somit über dem hier vorliegenden Grundwasserspiegel bleiben. Auch der notwendige Bodenaustausch würde sich folglich im Rahmen halten. Darüberhinaus wären keine Umbettungen notwendig. Ein zweites Problem stellt im nördlichen Teil die Friedhofsmauer in Richtung Anwesen Gigler dar. Das Mauerwerk weist schon Risse auf und ist durch den Erddruck teils etwas in Schieflage geraten.  

Was die Urnengestaltung betrifft, merkte Gemeindeoberhaupt Max Schmaderer an: „Da gibt es viele Möglichkeiten und über den Geschmack lässt sich entsprechend streiten“. Nach der Inaugenscheinnahme vor Ort ging es weiter in den Sitzungssaal des Gemeindezentrums und Steinmetz Norbert Hofinger stellte drei verschiedene Alternativen einer möglichen Um- und Neugestaltung dar. Hofinger machte gleich klar: „Natürlich lassen sich die drei Entwürfe auch kombinieren, ich will hier heute nur Denkanstöße geben“. Es müsse den verschiedenen Bestattungsformen entsprechend Rechnung getragen werden, neben der normalen Erdbestattung etwa auch Urnen- oder Natur- bzw. Baumgräbern. Ebenso zu berücksichtigen gelte es einen Bereich für anonyme Gräber bzw. ein Gemeinschaftsgrab. Deshalb schlägt Steinmetz Hofinger vor, auch einen Gärtner mit ins Boot zu nehmen. Mit Bauhofleiter Matthias Brummer, gelernter Landschaftsgärtner, hat die Gemeinde Schorndorf hier ohnehin einen entsprechenden Fachmann in den eigenen Reihen.  

Für Steinmetz Hofinger sollten Erdarbeiten und Wegeführung in einem Zug erfolgen, ebenso eine Grundstruktur der Fundamente für die künftige Anordnung. Die Anzahl der verschiedenen Gräberformen könne dann entsprechend dem Bedarf nach und nach erweitert werden. Nichtsdestotrotz muss die Schorndorfer Kommune die entsprechende Vorfinanzierung übernehmen, ehe die Unkosten über die Gebühren wieder nach und nach hereinkommen. Sollte der Schorndorfer Gemeinderat nach der Planung an eine Umsetzung an der Seite von Steinmetz Hofinger in Betracht ziehen, so machte dieser unmissverständlich klar: „Mit mir kommen nur nachhaltige und einheimische Steine bzw. Materialien in Frage, nicht etwa billige Varianten aus China oder Indien.  

Anschließend wurden in den Reihen der Anwesenden die drei Vorschläge ausgiebig diskutiert. Daraus wird Steinmetz Norbert Hofinger nun nochmals einen angepassten Entwurf erstellen. Was die Friedhofsmauer angeht, ist zunächst abzuklären, ob hier die Gemeinde oder die Pfarrei als Baulastträger in Verantwortung steht. Für den Betrieb des umgestalteten Bereichs insbesondere mit Urnengräbern wird der Gemeinderat zu gegebener Zeit eine entsprechende Friedhofssatzung beschließen müssen. So ist etwa die Frage zu klären, welche verschiedenen Materialien bei den Urnen zulässig sind, zum Beispiel nur auflösende bzw. biologisch abbaubare Materialien (Holz, Granulat, Ton) oder auch andere wie aus Metall. Pfarrer Martin Schöpf stellte heraus, dass er aus christlicher und katholischer Sicht auch bei den Urnen eine normale Erdbestattung favorisiert („Erde zu Erde, Asche zur Asche, Staube zum Staube“) und nicht zum Beispiel Urnen in einem oberirdischen Kolumbarium. Generell bekräftigten Pfarrer Schöpf bzw. Kirchenpfleger Hruby für die kirchliche Gemeinde sowie 1. Bürgermeister Max Schmaderer für die politische Kommune, das es gemeinsam die beste Lösung bezüglich der Friedhofsmauer sowie der Um- und Neugestaltung zu finden gelte.