Aktuelles aus Schorndorf: Gemeinde Schorndorf

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Aktuelles aus Schorndorf

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Entsorgung und Bekämpfung des Buchsbaumzünslers

Autor: Gemeinde Schorndorf
Artikel vom 03.09.2019

Entsorgung befallener Buchsbäume

Die Gemeinde Schorndorf  erhält vermehrt Anfragen zur Entsorgung von durch den Buchsbaumzünsler befallenen Buchsbäumen. Bei der Entsorgung von durch den Buchsbaumzünsler befallenen und / oder bereits zerstörten Buchsbäumen ist folgendes zu beachten:

 

  • Von einer eigenen Kompostierung im Garten ist dringend abzuraten. Die für die Tötung des Buchsbaumzünslers benötigten Temperaturen können durch eine eigene Kompostierung nicht erreicht werden. Somit wird eine weitere Verbreitung durch die Lagerung des Schnittguts begünstigt. 

  • Kleine Mengen von Schnittgut sollten in Plastiksäcken luftdicht verpackt im Restmüll entsorgt werden. Eine Entsorgung über die Biotonne ist ebenfalls möglich, allerdings kann eine weitere Verbreitung des Buchsbaumzünslers so nicht ausgeschlossen werden, da aus der Tonne oder bei einer Zwischenlagerrung Raupen oder Falter entkommen könnten. 

  • Haushaltsübliche Mengen (z.B. eine Kofferraumladung eines PKWs) sollten entweder ebenfalls in Plastiksäcken luftdicht verpackt im Restmüll entsorgt werden. Sollte der Platz in der Restmülltonne nicht reichen, so kann man zusätzliche Säcke neben der Restmülltonne gegen eine kleine Gebühr abholen lassen.
    Auch ist es möglich das Schnittgut selbst in Säcken verpackt zur Müllannahmestelle nach Wackerling zu bringen. Beim Transport mit einem Anhänger, sollte darauf geachtet werden, das Schnittgut möglichst gut mit einer Plane abzudecken oder anderweitig abzupacken, damit eine Verbreitung des Schädlings verhindert werden kann. 

  • Vorsicht bei der Entsorgung auf Grünschnittsammlungen oder in Sammelstellen an Wertstoffhöfen! Durch die offene Lagerung des Schnittguts und den zu geringen Temperaturen die bei der Lagerung erreicht werden, wird der Schädling nicht getötet und kann sich weiter verbreiten! Nur wenn auf den betreffenden Wertstoffhöfen speziellen Entsorgungsmöglichkeiten wie etwa verschließbare Container vorhanden sind, sollte eine Entsorgung auf diesen Wertstoffhöfen in Betracht gezogen werden. Anderenfalls ist von einer Entsorgung auf Wertstoffhöfen oder Grünsammelstellen abzusehen! 

  • Die Gemeinde Schorndorf besitzt keine derartigen Entsorgungsmöglichkeiten. 

    Von einer Entsorgung von durch den Buchsbaumzünsler befallenen und / oder bereits zerstörten Buchsbäumen und Schnittgut in der Grüngutsammelstelle Thierling ist daher dringend abzusehen.

Mittel gegen den Buchsbaumzünsler

Biologische Insektizide

Der Vorteil bei Biologischen Insektiziden liegt darin, dass diese in der Regel nutztierschonend sind. Also beispielsweise Bienen durch die Anwendung dieser Insektizide nicht gefährdet werden. Auch ist die Zeitspanne bis der gewünschte Effekt eintritt äußerst kurz. Biologische Insektizide bekämpfen die Schädlinge, indem natürliche Feinde der Schädlinge eingesetzt werden. Diese können z.B. Krankheitserreger, Parasiten oder auch Räuber sein. Im Fall das Buchsbaumzünslers hat man auch schon probiert Vögel auf diesen Schädling anzusetzen, allerdings ohne Erfolg. Jedoch hat sich das Bakterium „Bacillus thuringiensis“ als sehr erfolgreich bei der Bekämpfung des Buchsbaumzünslers erwiesen.

Bacillus thuringiensis

Zur Bekämpfung haben sich besonders Insektizide auf der Basis von Bacillus thuringiensis bewährt. Hierbei handelt es sich um Bakterien, die vom Buchsbaumzünsler gefressen werden.

Anwendung von Bacillus thuringiensis
Bei der Anwendung dieses Insektizides ist es besonders wichtig, die Buchsbäume bis in das Innere gut zu spritzen. Hierfür eignet sich beispielsweise ein  Drucksprühgerät. Wenn die Raupen gerade aus den Eiern geschlüpf und ca. 1 cm groß sind, ist der Ideale Zeitpunkt für das Spritzen.

Bei der Bestimmung des idealen Bekämpfungszeitpunkts sind Buchsbaumzünslerfallen besonders praktisch. Mit diesen lässt sich der Zeitpunkt des Falterfluges und damit auch der Zeitpunkt der Eiablage des Schädlings feststellen. Ca. 10 Tage nach der Eiablage schlüpfen die Larven aus den Eiern und beginnen zu fressen.

Da Bacillus thuringiensis ein Fraßgift ist, sollte man das Insektizid nur bei warmen Wetter (ab ca. 15°C) anwenden, wenn die Raupen viel Fressen. Auch sollte man darauf achten, dass es in den ersten Tagen nach dem Spritzen nicht regnet, damit das Insektizid nicht vom Regen abgewaschen wird. Nach 10 bis 14 Tagen sollte man die Anwendung noch einmal wiederholen. Je nach Größe und Menge der Buchsbäume muss die Insektizidmenge angepasst werden. 1 Gramm „Neudorff – Raupenfrei – Xentari“ reicht für 1 Liter Wasser. Normalerweise entstehen zwei bis drei Buchsbaumzünslergenerationen im Jahr. Für eine Buchsbaumzünslergeneration sollte man jeweils zwei Mal spritzen (mit 10 bis 14 Tagen Abstand).