Aktuelles aus Schorndorf: Gemeinde Schorndorf

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Aktuelles aus Schorndorf

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Die Entscheidung ist gefallen

Autor: Gemeinde Schorndorf
Artikel vom 13.10.2020

Die Entscheidung ist gefallen: Eine Arbeitsgemeinschaft von zwei Architekten aus Landshut bzw. Freyung sowie eines Landschaftsarchitekten aus Deggendorf hat den offenen, einphasigen Realisierungswettbewerb „Schorndorf – Soziale Mitte/Gemeinschaftszentrum“ gewonnen. Der Gemeinderat ist an die Entscheidung des Preisgerichts gebunden, der Siegervorschlag ist entsprechend umzusetzen. Nun ist zu hoffen, dass dieser geniale Siegerentwurf das Bay. Landwirtschaftsministerium und das ALE Oberpfalz anspornt, den Neubau doch mit 80 % zu fördern und den Baubeginn für 2021 freizugeben! Bei so einem starken internationalen und überregionalem Interesse an diesem Wettbewerb, dem Teilnehmerfeld und vor allem bei diesem erstklassigem Ergebnis kann sich das Ministerium so einfach nicht mehr vom Acker stehlen! Der Siegerentwurf erfüllt alle Vorgaben und Ansprüche des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums!

Das Echo für den Wettbewerb war enorm, die insgesamt 69 eingereichten Vorschläge kamen u.a. von Architekturbüros bzw. Arbeitsgemeinschaften aus New York, Madrid, Valencia, Rotterdam, Basel und Polen oder innerhalb der deutschen Grenzen von namhaften Architekten etwa aus Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und München. „Es war ganz offensichtlich eine Aufgabe, die unwahrscheinlich gereizt hat“, so Architekt Peter Brückner in seiner Funktion als Vorsitzender des Preisgerichts bei der Bekanntgabe der drei Gewinner, „wenn 69 einreichen und nur einer bauen darf, dann spricht dies auch für die Faszination Architektur“. Ebenso großen Respekt zollte Brückner den Mitgliedern des Preisgerichts, die am Donnerstag (bis 23.30 Uhr nachts) und am Freitag in der Summe rund 24 Stunden getagt haben, „wir hatten in der Runde der Fach- und Sachpreisrichter eine gute Stimmung und es hat richtig Spaß gemacht“. Thematisch hatte die Jury qualitativ äußerst hochwertige Arbeiten und Vorschläge zu beurteilen, über insgesamt vier Runden wurde die Spreu vom Weizen getrennt. Sechs schafften es bis ganz zum Schluss in die engere Wahl. „Wir haben intensiv diskutiert was geht und was nicht geht“, so Vorsitzender Brückner weiter, „es galt für Schorndorf die beste Lösung zu finden“. Und ebenfalls nicht unerheblich: „Am Ende hat das Preisgericht einen einstimmigen Beschluss getroffen“.

Was hat die Jury beim Siegerentwurf besonders angesprochen? Beim Gebäude selbst handelt es sich laut Preisgerichts-Vorsitzendem Peter Brückner vom Baukörper her um ein einfaches, kompaktes Gebäude. Dennoch hebt es sich von der Gestaltung von den bestehenden Baukörpern im Umfeld ab. Die Besonderheit sei die räumliche Situierung im Dialog zur Pfarrkirche, zur Wohnresidenz „St. Raphael“ und zum Gemeindezentrum. „Das Gebäude selbst zeigt sich zurückgestuft und somit wird ebenfalls viel Platz für private Aufenthaltsqualität geschaffen, einmal mit einer Freifläche hin zur Staatsstraße (1. Element) und zum anderen mit einem Garten auf rückwärtiger Seite zum Altenheim hin (2. Element). Als 3. Element bezeichnet Architekt Peter Brückner das neue Gebäude selbst, das als reine Holzkonstruktion geplant ist. Damit seien auch die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie berücksichtigt, das Gebäude wird ein Flachdach mit Begrünung erhalten und ohne Unterkellerung gebaut.

Ebenfalls herauszustellen gelte es die in wirtschaftlicher Hinsicht durchdachten intelligenten Lösungen mit Nutzflächen im Erdgeschoss sowie Wohnen in den beiden Obergeschossen. Die Tagespflege bzw. der neue Gemeinschaftssaal im Erdgeschoss öffnet sich zur Freifläche und lädt damit zum Beispiel auch am Abend zum Verweilen ein. Das Gebäude erhält eine zweischalige Fassade mit berankten Laubengängen in Richtung Pfarrkirche. Die acht Wohnungen in den beiden Obergeschossen sind im ruhigen Bereich zum Westen hin ausgerichtet, mit Balkon und Abendsonne.

Dem 1. Bürgermeister Max Schmaderer imponiert die Kompaktheit und Funktionalität mit kurzen Wegen und  mit wenig Nebennutzflächen, sowohl bei der Tagespflege im EG, als auch bei den Wohnungen im OG.

Die Preissieger haben mit ihrem Entwurf die Aufgabenstellung vollends erkannt und die Zielsetzungen der Gemeinde exakt auf den Punkt gebracht. Ein kompakter und funktionaler Baukörper, sehr gut situiert im Grundstück, der die Raumkanten der Nachbargebäude aufnimmt und damit viel Freiräume schafft, die Luft zum Atmen geben, sowohl für die künftigen Nutzer, als auch für die Umgebungsbebauung. Die bestehende Enge zur Kirche wird damit entspannt, der neu entstehende Vorplatz lädt zum Verweilen ein.

Der kompakte Baukörper, die Gestaltung, die Ausführung in Holzmassivbauweise, das begrünte Dach mit der Niederschlagswasserrückhaltung vor Ort, die Fassadenbegrünung und die nicht versiegelten Freiflächen erfüllen alle Ansprüche an ein zeitgerechtes, energetisches, klimaschonendes und damit nachhaltiges Bauen.

Damit erhalten wir einen Gegenpol zu den Nachbargebäuden mit  einem hohem nachhaltigen ökologischen und klimatischen Effekt, der dem Zeitgeist entspricht.

Der Siegerentwurf entspricht absolut den Zielvorgaben des Wettbewerbs. Wir haben damit das Schmuckkästchen - das i-Tüpfelchen gefunden; ein klar strukturierter,  funktionaler Baukörper, der gegenüber der Umgebungsbebauung nicht dominiert und damit Raum lässt für viel Freiflächen, eine hohe Aufenthaltsqualität bietet und damit die gewünschte Soziale Ortsmitte schafft, die zum Verweilen einlädt.

Am Samstag 10.10. und Sonntag 11.10.2002 konnte sich die gesamte Schorndorfer Bürgerschaft in der Schulturnhalle selbst einen Eindruck von allen eingereichten 69 Vorschlägen sowie von den drei prämierten Siegern machen.Das Interesse der Bürgerschaft an der Ausstellung mit allen  69 Arbeiten war sehr groß. Der Planungsvorschlag der Preissieger erntete dabei überwiegend eine sehr positive Resonanz.

Die drei prämierten Sieger

1. Preis:

ARGE BBV Architekten, Landshut (Teilnehmer Architekt Thomas Völkl) sowie Lakritz Architekten und Stadtplaner PartGmbB, Freyung (Teilnehmer Architekt Markus Büttner) mit G+2S Landschaftsarchitekten BDLA, Deggendorf (Teilnehmer Josef Garnhartner)  (Landshut/Freyung/Deggendorf).

Preisgeld: 18:000 € netto

2. Preis:

ARGE Kohlmayer Oberst Architekten, Stuttgart (Teilnehmer Freie Architektin Regina Kohlmayer und Freier Architekt Prof. Jens Oberst) mit Planungsgemeinschaft für Landschaftsarchitektur Markus Herthneck, Stuttgart.

Preisgeld: 10.800 € netto

3. Preis:

Studio ELE UG, Köln (Dipl. Ing. Architektur Kilian Eisgruber) und Landschaftsarchitekt Jonas Schäfer, Düsseldorf.

Preisgeld: 7.200 € netto