Aktuelles aus Schorndorf: Gemeinde Schorndorf

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Aktuelles aus Schorndorf

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Segnung gemeindlicher Bauhof

Autor: Gemeinde Schorndorf
Artikel vom 14.10.2020

Nach Umbau, Sanierung und Erweiterung hat die Gemeinde Schorndorf mit einem eigentlich komplett neuen Bauhof ein weiteres Schmuckstück aufzuweisen. Nun können die Segnung und die offizielle Schlüsselübergabe vorgenommen werden, am kommenden Samstag und Sonntag (17./18. Oktober) ist die gesamte interessierte Bevölkerung zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen.

Rund eine Million Euro hat sich der Schorndorfer Gemeinderat das zeit- und funktionsgerechte „Update“ für den Bauhof kosten lassen. Doch das war 35 Jahre nach der Errichtung (1985) sichtlich von Nöten, im Winter etwa musste das Bauhofbüro mit einem Ölofen aufgeheizt werden. Und auch die Sanitär- und Waschräume haben alles andere als dem Zeitgeist entsprochen. Die Arbeiter am Recyclinghof werden künftig für die Annahme der Wertstoffe ebenfalls eine feste und temperierte Behausung erhalten. Entsprechend hat sich das Ratsgremium nicht für eine „Sparlösung“ entschieden und so dürfen sich die Bauhofmitarbeiter jetzt über einen absolut modernen Arbeitsplatz freuen. Etwa noch kurzfristig beauftragt worden sind Asphaltierungsarbeiten zur Hofbefestigung im hinteren Bereich, die Verkleidung der bestehenden Geräte- und Fahrzeughalle mit Wandpanelen, eine Tor- und Zaunanlage in Aluausführung inklusive Fernsteuerung oder Schüttgutboxen als variables Gestaltungsystem aus Würfeln.

Die Redensart „Gut Ding braucht Weile“ beschreibt auch die Planungen der Gemeinde Schorndorf in Bezug auf den Bauhof. Die ersten einhunderttausend Euro für die Maßnahme wurden bereits in den Haushalt 2017 eingestellt, weitere 200000 Euro in den darauffolgenden. Im März 2018 hat das Ratsgremium generell grünes Licht gegeben: Für den Neubau einer Streuguthalle in einem ersten Bauabschnitt, den Abriss der bestehenden Bauhofhalle samt Neubau für Werkstatt, Magazin und Technik in einem zweiten Bauabschnitt sowie Sanierung des bestehenden Bauhofgebäudes (Büro, sanitäre Anlagen) in einem dritten Bauabschnitt.

Doch diese Planungen wurden von der Verwaltung und vom Gemeinderat wieder über den Haufen geworfen, nachdem die Ausschreibungsergebnisse insgesamt bei etwa 1,6 Millionen Euro lagen. Als absolute „Schmerzgrenze“ war nur gut die Hälfte dieser Summe veranschlagt worden. Die Neuausrichtung sah vom Abriss der bestehenden Bauhofhalle ab, da sie die Hauptfunktion der Unterstellung der Fahrzeuge und Gerätschaften auch durch eine Sanierung erfüllen kann. Das bisherige Problem von Salz und Fahrzeugen bzw. Maschinen unter einem Dach konnte durch den Neubau der Streuguthalle gelöst werden. Rechtzeitig vor der Wintersaison 2019/2020 wurde die neue Streuguthalle mit einem Ausmaß von 15,50 auf 9 Meter im November 2019 in Betrieb genommen und gut 100 Tonnen Streusalz und ca. 40 Tonnen Streusplitt eingelagert. Aufgrund des letzten milden Winters wurde davon nichts gebraucht und liegt nun noch in vollen Mengen für den bald neu anstehenden Streu- und Winterdienst 2020/2021 zur Verfügung.

Neben der Kostenersparnis kam noch ein wichtiger Zeitfaktor hinzu, war doch das Bauhofpersonal kaum für den Winter- und Streudienst gebunden. „Stattdessen haben wir am Bauhofgelände rund sechs Wochen nur gegraben“, betont Bauhofleiter Matthias Brummer, denn alle notwendigen Leitungsverlegungsarbeiten wurden nun in Eigenregie durchgeführt. Am Bauhof selbst sind Schmutzwasserkanal (150 Meter inklusive fünf Schächte) und Regenwasser (130 Meter inklusive drei Schächte) getrennt worden. Denn bisher floss das Oberflächenwasser in das Kanalnetz und musste vom Pumpwerk weiterbefördert werden. Jetzt läuft es über einen Graben in den Rothbach. „Das ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll“ betont Erster Bürgermeister Max Schmaderer. Doch damit nicht genug: Vom Bauhof ebenfalls verlegt wurden neue Strom- und Telefonkabel (125 Meter), ein neuer Gasanschluss (50 Meter) und insgesamt 600 Meter Leerrohre, auch für das künftige Glasfaser. „Wenn es kommt, muss es nur noch eingeblasen werden“, so Bauhofleiter Brummer. Auch das benachbarte Sportheim wurde auf einer Strecke von 60 Metern mit einer Fernwärmeleitung an den neuen Gasbrennwertkessel angeschlossen und bereits mit einer Glasfaserleitung ausgerüstet. Nicht zuletzt haben die Bauhofarbeiter auf 60 Metern neue Leistensteine gesetzt. Die neue Stromleitung ist bereits darauf ausgerichtet, künftig über weitere PV-Anlagen auf den Dächern des Bauhofs und der Streuguthalle das angrenzende Abwasserpumpwerk mit Eigenstrom zu betreiben.

„Der Bauhof hat hier in Eigenregie eine Mammutaufgabe ganz exzellent bewältigt“, so 1. Bürgermeister Max Schmaderer, „diese Manpower von absoluten Bauprofis hat der Kommune mit Sicherheit 100000 Euro eingespart“. Was den Kanal betrifft, hätte es durch den Wurzeleinwuchs in naher Zukunft ohnehin Probleme gegeben. Der Bauhof habe nicht nur mit Hochdruck und Akribie gearbeitet, „es wurde der Verlauf der Leitungen außerdem ganz sauber dokumentiert“.

Die effektive Schlagkraft des Bauhofs wird darüberhinaus durch einen modernen Maschinenpark sichergestellt. Genau vor drei Jahren, im Herbst 2017, wurde die Fahrzeugflotte mit drei neuen Anschaffungen im Gesamtwert von knapp 112000 Euro erweitert: Einem neuen Steyr-Traktor, einem neuen VW-Bus sowie einem VW-Caddy. 2014 sind ein Kramer Allrad-Lader und ein Neuson Mobilbagger für etwa 94.000 Euro angeschafft worden.

Segnung sowie Tag der offenen Tür

Am kommenden Freitag, 16. Oktober, erfolgt die Segnung mit geladenen Gästen sowie die offizielle Übergabe der Schlüssel an die Bauhof-Mannschaft. Die beiden darauffolgenden Tage ist am 17. und 18. Oktober (Samstag/Sonntag) die Öffentlichkeit eingeladen, den generalüberholten und erweiterten Schorndorfer Bauhof in Augenschein zu nehmen. Am Samstag hat der Bauhof die Türen und Tore von 9 bis 15 Uhr geöffnet und am Sonntag von 13 bis 16 Uhr. Die zunächst angedachte Bewirtung der Besucher kann aufgrund der aktuellen Corona-Situation leider nicht umgesetzt werden.