Aktuelles aus Schorndorf: Gemeinde Schorndorf

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Aktuelles aus Schorndorf

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Das „Corona-Jahr“ 2020 in Schorndorf

Autor: Gemeinde Schorndorf
Artikel vom 07.01.2021

Zeigte sich das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde Schorndorf im Januar und Februar mit Vereins- und Faschingsbällen noch wie gewohnt, so sorgte das Corona-Virus ab Mitte März für einen weitgehenden Stillstand. Dennoch war in der Kommune weiterhin einiges los, so investierte zum Beispiel die Gemeinde kräftig in verschiedene Projekte.

Januar

Beim Neujahrsempfang der Kirchengemeinde dankte die lebendige Pfarrei „Maria Immaculata“ den vielen ehrenamtlich Engagierten. Die Seelsorger durften eine Spende in Höhe von 1500 Euro für die notwendige Sanierung der Schorndorfer Kirchenorgel entgegennehmen. In Obertraubenbach ging eine Ära zu Ende: 1. Kommandant und Vorstand Max Schoierer kandidierte nach 39 Jahren Vorstandsarbeit bei den Neuwahlen nicht mehr. 1. Bürgermeister Max Schmaderer würdigte die Verdienste von Max Schoierer mit der Ehrengabe der Gemeinde, der dritthöchsten Auszeichnung der Kommune. Zu den Nachfolgern wurden Werner Götz (1. Vorstand) und Thomas Dendorfer (1. Kommandant) bestimmt. Noch war das Corona-Virus kein Thema und wie immer eröffnete die Katholische Landjugend den Reigen der Vereinsbälle im proppenvollen Baumgartner-Saal. „Sie sind unser größtes Glück“: Die Gemeinde hieß die Neugeborenen von 2019 mit Geschenken und Rauchmeldern willkommen. Rotation bei der kleinen, aber rührigen Neuhauser Ortswehr: Wie bei den Neuwahlen zwei Jahre vorher beschlossen, rückte die bisherige Stellvertreterin Bettina Mandl zur 1. Vorsitzenden auf und dafür Matthias Feldbauer ins zweite Glied zurück. Als zweite Liste präsentierte die „CSU-Freie Wählerschaft“ ihre Kandidaten für die Gemeinderatswahlen, stark verjüngt und sehr weiblich. Nun stand auch fest: Es wird für Amtsinhaber Max Schmaderer, von der Parteifreien Wählerschaft bereits im Dezember 2019 erneut nominiert, keinen Bürgermeister-Gegenkandidaten geben. Die Laienbühne Schorndorf bestätigte das Führungsduo mit den beiden Vorsitzenden Säp Kiesl und Rita Reiser. Kommune lässt nichts anbrennen: Die fünf Feuerwehren der Gemeinde wurden mit 100 neuen Schutzanzügen im Gesamtwert von rund 60.000 Euro ausgestattet. An der Grundschule wurde Karin Weber aus Traitsching begrüßt, sie folgte auf Aloisia Engl, die nach 33 Jahren zum Jahresende den verdienten Ruhestand angetreten hatte.

Februar

Sägespanofen entzündet sich: 170 Feuerwehrleute rücken zu einem Brand in Knötzing auf einem landwirtschaftlichen Anwesen aus, verletzt wurde erfreulicherweise niemand. Närrinnen ließen es krachen: Der Schorndorfer Weiberfasching des Katholischen Frauenbundes glänzte mit Kostümen, Heiterkeit und Tanz. Die Schorndorfer Burschen beteiligten sich als „buglade Verwandtschaft“ am Faschingssonntag beim Patenverein in Wiesenfelden am Umzug und der anschließenden Faschingshochzeit. Zwei Tage später, zum traditionellen Gaudiwurm durch den Schorndorfer Dorfkern am Faschingsdienstag, kam es zum Gegenbesuch und das in Wiesenfelden „vermehlte Paar“ wurde in Schorndorf wieder geschieden. Ansonsten trotzten die Narren dem Regen und als Themen stand u.a. der Pflegenotstand, die neue Bonpflicht und die Kommunalwahl im Fokus. Doch das Wichtigste: Das Faschingstreiben in Schorndorf entpuppte sich Gott sei Dank im Nachhinein nicht als ein Corona-Ausgangshotspot. Denn nur drei Wochen später begann der erste Komplett-Lockdown. In Radling konnten Maria und Erwin Vogl nach 60 Ehejahren die diamantene Hochzeit feiern. In der Wohnresidenz „Sankt Raphael“ wurde noch auf den 99. Geburtstag von Maria Höcherl angestoßen, die dann leider nur etwa fünf Wochen später verstarb. Erneute Kehrtwende auf Gut Hötzing: Nun wurde bei der Gemeinde ein Antrag auf Nutzungsänderung einer vorhandenen Scheune zu einem Gasthaus mit Küche vorgelegt.

März

Die Burgschützen Neuhaus ernannten Adolf Feldbauer aus Unteraigen bei der Jahresversammlung zum Ehrenschützenmeister, nach insgesamt 38-jähriger Tätigkeit in der Vorstandschaft. Beim 41. CSU-Bockbierfrühschoppen im Landgasthof Baumgartner stellte Landrat Franz Löffler seine künftigen Schwerpunkte für den Landkreis vor. Duo statt Trio: Dominik Michalke und Ferdinand Schwarzfischer führen künftig den Obst- und Gartenbauverein Schorndorf, Michael Blabmeier wechselte zum Schriftführeramt. Schorndorfs Bürgermeister Max Schmaderer wurde 60, die Familie schenkte ihm eine Reise und nach der Rückkehr ist Corona bereits allgegenwärtig: Das Gemeindeoberhaupt musste in Quarantäne, auch am 15. März, dem Tag der Kommunalwahlen. Die Jagdgenossenschaft Obertraubenbach verlängerte den Vertrag mit Jagdpächter Karl-Heinz Schlecht um weitere neun Jahre. Die FFW Penting bestätigte bei den Neuwahlen sowohl die beiden Vorsitzenden Mathias Lausser bzw. Mathias Schmidbauer als auch die beiden Kommandanten Christian Fuchs bzw. Daniel Irrgang für weitere sechs Jahre. Corona zeigte die ersten Auswirkungen: Wenige Tage vor der geplanten Premiere am 20. März musste die Laienbühne Schorndorf alle bereits im Vorfeld ausverkauften Vorstellungen des Stücks „Junggesellenabschied“ absagen. Denn in der Nacht zum 21. März ging es in den ersten Lockdown. Bei den Kommunalwahlen gewann die Liste „Parteifreie Wählerschaft“ des wiedergewählten 1. Bürgermeisters Max Schmaderer einen Sitz hinzu (neun statt bisher acht), die „CSU-Freie Wählerschaft“ musste einen abgeben (fünf statt bisher sechs). Neue Situationen bedingen neue Ideen: Im Lockdown trafen sich Sportler und Burschen zum virtuellen Stammtisch, die Wirtshausatmosphäre aber konnten die Videokonferenzen natürlich nicht ersetzen.

April

Heimarbeit für den Herrgottswinkel: Das Palmbuschenbinden wurde von fleißigen Frauenbundfrauen individuell zu Hause vorgenommen. Corona traf auch die Belegschaft der Schorndorfer Wohnresidenz „Sankt Raphael“, für sieben infizierte Mitarbeiter halfen Rodinger Kollegen aus. Vorwiegend stille Gebete bestimmten die Osterfeiertage in der Pfarrei, viele liebgewonnene Ostertraditionen mussten coronabedingt entfallen. Ladentüre schließt: Nach 50 Jahren endete die Firmentradition der örtlichen Metzgerei Schlecht. Zumindest ein Bestellservice für größere Mengen blieb erhalten. Vier Ratsmitglieder schieden Ende des Monats aus, alle vier hatten sich nicht mehr zur Wahl gestellt: Walter Reiser (30 Jahre im Gemeinderat), Matthias Winterl (12 Jahre), Wolfgang Zajac (12 Jahre) und Martin Winterl (6 Jahre). Walter Reiser wurde mit der „Bürgermedaille Nr. 4“ der Gemeinde Schorndorf ausgezeichnet.

Mai

Die Wallfahrtskapelle „Maria Rosenöd“ in Neuhaus wurde am 1. Mai 1950 eingeweiht und hätte somit am Maifeiertag ihr 70-jähriges Jubiläum begehen können. Wegen der Corona-Krise mussten aber auch diese Feierlichkeiten abgesagt werden. Ein kleiner Generationenwechsel: Josef Fischer Junior aus Thierling, Andrea Lausser aus Penting sowie Sebastian Piendl und Sebastian Winterl aus Schorndorf wurden als neue Gemeinderatsmitglieder vereidigt. Bauhof rettete Biber: Das Nagetier hatte die Absperrbretter des Löschweihers in Schorndorfsried durchfressen und war im Abflussrohr steckengeblieben.

Juni

Auch Fronleichnam einmal anders: Schorndorfer Gläubige feierten das Hochfest mit Gottesdienst, aber ohne Prozession. Übung mit Maske: Die FFW Thierling konnte die erste Einzelübung nach den Wintermonaten durchführen, doch auch damit war im Herbst schon wieder Schluss. Die Gemeinde investierte kräftig, viele Baustellen bestimmten das Bild in Schorndorf (Bypass-Kanal, Erneuerung von fünf Gehwegen, Bauhof-Sanierung und Erweiterung) oder in Ortsteilen (Brücke Stegmühle, Ortsdurchfahrt Thierling). Die FFW Penting wird 140 Jahre alt, hat oft bewiesen, dass sie zu feiern versteht. Das Vereinsjubiläum sollte zusammen mit dem 25. Dorffest gefeiert werden, aber heuer ging es leider nicht.

Juli

Burg Neuhaus: Heuer blieb der Vorhang zu, das Coronvirus machte auch hier der Laienbühne Schorndorf einen Strich durch die Rechnung. Stiller Wechsel: Bei der SuKK Schorndorf rückten wie vereinbart Günter Luger aus Schorndorfsried als 1. Vorstand und Stefan Wanninger aus Radling als 2. Vorstand an die Spitze des Vereins. Der bisherige Vorsitzende Egon Klein, zugleich Chamer SuKK-Kreisvorsitzender, hat damit die Doppelbelastung los. Sie opfert ihre Freizeit: Gemeinderätin Helga Fischer aus Radling wurde mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten geehrt, für fas 40jähriges herausragendes Engagement im Besonderen mit der Arbeit im kirchlichen Bereich, für die Senioren sowie die Edelweiß Schützen Radling. Wohnresidenz suchte Hühnerpaten: Die Tiere haben eine beruhigende Wirkung auf Demenzkranke und so sind Helfer beim Füttern gesucht. Auf Gut Hötzing kehrte das Leben zurück: Theresa und Jens Stangl eröffnen mit Kooperationspartner Johannes Adler wieder den Biergarten. Statt Gasthaus mit Küche soll die Scheune neben dem Biergarten nun zu einer Veranstaltungs- und Kulturscheune umfunktioniert und ein Anbau für Cateringzwecke geschaffen werden. Ein Ton in Gottes Melodie: Mit Verspätung traten die ersten sechs von insgesamt 25 Drittklässlern erstmals an den Tisch des Herrn. Am 28. Juli sorgte ein Hagelsturm für abgedeckte Dächer, Löcher durch Hagelschlag, umgestürzte Bäume und das Ende der alten, als Naturdenkmal gelisteten, Dorflinde in Thierling. Auch rund um die Wallfahrtskapelle „Maria Rosenöd“ in Neuhaus wurden regelrecht Schneisen in die Wälder geschlagen.

August

Endlich wieder Bier, Hendl und Musik: Der Burschenverein, die Schorndorfer Blechmuse und der Landgasthof Baumgartner organisierten gemeinsam einen Grillabend, alles coronakonform mit Anmeldung und nach sonstigen Vorgaben. Nachholtermin für den Summa: Nach Corona-Pause konnte auch der OVK die Volksmusikanten im Biergarten des Gasthofes „Zum Türlinger“ wieder aufspielen lassen. Dem Projekt „Soziale Ortsmitte“ drohen deutlich weniger Fördergelder als geplant: „Das ist ein klarer Vertrauensbruch“, so Bürgermeister Max Schmaderer, statt 80 Prozent soll es nun nur noch 25 Prozent geben. Ein Original ist tot: Die Schorndorfer trauerten um den „Hamburger Harald“, nach 45 Urlaubsjahren vor Ort längst „eingebürgert“ und mit „Lebensberechtigungsurkunde“ ausgestattet.

September

Der Kindergarten startete mit rund 100 Mädchen und Buben ins neue Betreuungsjahr, die Grundschule mit einer Klasse mehr (fünf statt vier) und 18 ABC-Schützen ins neue Unterrichtsjahr. Die Kommune ehrte die „Einser-Elite“, insgesamt 15 junge Bürger für tolle Abschlüsse in Schule und Beruf. Investieren trotz Corona-Krise: Die Firma KSF Grillgeräte Sturz stellte Landrat und Bürgermeister einen neu angeschafften Faserlaser mit einer Kostensumme von rund 400.000 Euro, im Rahmen der regionalen Wirtschaftsförderung dankenswerterweise auch mit öffentlichen Geldern bezuschusst. Aufgefrischt: Die Kreisstraße CHA 11 erhielt im Bereich der Nanzinger Straße eine neue Asphaltschicht. Orgelsanierung genehmigt: Für die veranschlagten Kosten von rund 220.000 Euro sagte die Bischöfliche Finanzkammer einen Zuschuss von etwa 45 Prozent zu. Der Sportverein mit Herz freute sich über Sponsoren mit viel Herz: Mehrere Betriebe bzw. Förderer unterstützen mit ihrer jährlichen Werbepauschale den neu angeschafften SSV-Vereinsbus, der besonders den Nachwuchsmannschaften zugutekommt.

Oktober

Aus 69 eingereichten Vorschlägen von Architekturbüros kürte ein Preisgericht die drei Sieger im Rahmen des Realisierungswettbewerbs „Soziale Mitte“. An den Siegerentwurf ist die Kommune nun bei Umsetzung gebunden. Der erneuerte Bauhof erhielt den kirchlichen Segen, das „Update“ mit Sanierung, Um-, An- und Neubauten ließ sich dich die Gemeinde rund eine Million Euro kosten. Umweltschutz fängt im Garten an, zum ersten Mal haben zwei Familien im Landkreis die Zertifizierung „Bayern blüht – Naturgarten“ erhalten. Eine davon war die Familie Seebauer aus Knöbling. Frauenbund bereichert Leben in Schorndorf. Coronabedingt konnte der KDFB-Ortsverein sein 40jähriges Bestehen nur mit einem Festgottesdienst und einem kleinen Festakt im Freien feiern. Nachfolger gesucht: Olga Müller und Ludwig Macht bewerben sich nicht mehr um die Thierlinger Jagdpacht und so wird das Revier zum 1. April 2021 neu vergeben.

November

Die Sicherheit und Gesundheit hatte auch an Allerheiligen den höchsten Vorrang und so zeigten sich bei der Gräbersegnung die Reihen dieses Mal deutlich mehr gelichtet als sonst. Der Kindergarten ließ sich als Ersatz für den Martinsumzug etwas ganz Besonderes einfallen und schenkte den Menschen mit vielen Lichtern Hoffnung. Volkstrauertag ebenfalls in anderer und reduzierter Form: In Penting und Schorndorf gedachten stellvertretend Pfarrer, Bürgermeister und Vereinsvertreter den Gefallenen und Vermissten. Nach nur drei Monaten konnte im Radlinger Baugebiet „Auf dem Sattel“ für den Erweiterungsteil mit zusätzlich 29 Parzellen die Erschließung abgeschlossen werden und so können die Bauherren im nächsten Frühjahr loslegen. Der Gemeinderat beschloss den neuen Haushalt für 2021, mit einem Volumen von etwa 5,3 Millionen Euro im Vermögens- bzw. Investitionshaushalt. Im Landkreis einmalig und vorbildlich: Die neue Urnengrabanlage im Schorndorfer Friedhof erhielt den kirchlichen Segen.

Dezember

Tag für Tag eine kleine Freude: Erstmals organisierten insbesondere Familien der Erstkommunionkinder eine Adventsfenster-Aktion, täglich um 17 Uhr öffnete sich in verschiedenen Ortsteilen der Pfarrei ein weiteres beleuchtetes Türchen. Am 8. Dezember, dem Patrozinium der Kirchengemeinde, wurde die Pfarreiengemeinschaft Schorndorf und Michelsneukirchen mit dem Benefizium Dörfling gemeinsam der Gottesmutter Maria geweiht. Nach fast 30 Jahren beendete Gemeindearchiv Tobias Kraus seine ehrenamtliche Funktion, nun wird für ihn ein Nachfolger gesucht. Tolle Leistung: Michael Feldbauer aus Oberaign hat die Ausbildung als Bauzeichner für Ingenieurbau bei der Firma Feldbauer nicht nur als Kammersieger der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz abgeschlossen, sondern sogar Bayerns beste Gesellenprüfung in diesem Beruf gemacht und ist damit Landessieger. Ohne Mängel erfolgte die Bauabnahme für den erfolgten Vollausbau der Ortsdurchfahrt Thierling mit Gesamtkosten von rund 800.000 Euro.